Kinesiotape-Behandlung bei Überlastungssyndrom der Hand Wien

Überlastungssyndrome

Behandlungstermin vereinbaren

Überlastungssyndrome an Hand, Handgelenk und Unterarm entstehen durch wiederholte, oft einseitige Belastungen von Sehnen, Muskeln und Gelenken. Typische Beispiele sind Sehnenscheidenentzündungen, Tennisellenbogen, Mausarm oder Schmerzen im Bereich des Daumens und der Unterarmmuskulatur. Anfangs sind die Beschwerden oft nur unter Belastung spürbar, später können sie auch in Ruhe auftreten. In unserer spezialisierten Praxis für Handchirurgie, Handtherapie und Ergotherapie in Wien begleiten wir Patientinnen und Patienten mit Überlastungssyndromen von der ersten Abklärung bis zur gezielten Therapie und Nachbetreuung.

„Überlastungssyndrome an Hand und Unterarm entstehen häufig durch wiederholte Belastungen im Alltag oder Beruf – in der Handwerkerei Wien analysieren wir Auslöser und Bewegungsmuster und entwickeln eine individuelle Handtherapie mit Übungen, damit Sie Beschwerden nachhaltig reduzieren.“

OA Dr. Josef Porta, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

Häufig gestellte Fragen

  • Überlastungssyndrome entstehen, wenn Strukturen an Hand und Unterarm über längere Zeit stärker belastet werden, als sie sich erholen können. Das betrifft vor allem Sehnen, Sehnenscheiden, Muskeln und Ansätze an Knochen.

    Häufige Ursachen sind:

    • wiederholte, einseitige Bewegungen (z. B. Computerarbeit, Smartphone, Handwerk, Pflegeberufe)

    • anhaltende Kraftbelastung ohne ausreichende Pausen

    • ungünstige Körper- oder Handhaltung am Arbeitsplatz

    • Sportarten mit vielen Griff- oder Schlagbewegungen (z. B. Tennis, Klettern, Fitness)

    • vorbestehende Fehlstellungen oder Instabilitäten der Hand- und Fingergelenke

    Typische Symptome von Überlastungssyndromen:

    • belastungsabhängige Schmerzen an Hand, Handgelenk oder Unterarm

    • Druckschmerz entlang von Sehnen oder an bestimmten Sehnenansätzen

    • Schwellung, Erwärmung oder Spannungsgefühl

    • Kraftminderung, schnelle Ermüdung beim Greifen oder Halten

    • gelegentlich Kribbeln oder Missempfindungen, wenn Nerven mitbetroffen sind

    Häufig beginnen die Beschwerden schleichend und werden zunächst nur bei bestimmten Tätigkeiten bemerkt. Wird die Belastung nicht angepasst, können Schmerzen zunehmen und zu dauerhaften Einschränkungen im Alltag und Beruf führen.

  • In unserer Praxis in Wien beginnt die Diagnostik mit einem ausführlichen Gespräch über Beschwerden, Beruf, Hobbys und zeitlichen Verlauf. Besonders wichtig ist, welche Tätigkeiten Schmerzen auslösen oder verstärken und ob bereits Vorbehandlungen erfolgt sind.

    Die körperliche Untersuchung umfasst:

    • genaue Lokalisation der schmerzhaften Bereiche durch Abtasten

    • Funktionsprüfung von Gelenken, Sehnen und Muskeln (Beweglichkeit, Kraft, Dehnungstests)

    • Beurteilung der Hand- und Armachse sowie von Fehlhaltungen

    • Überprüfung von Nervensymptomen (z. B. Kribbeln, Taubheitsgefühl)

    Je nach Befund können ergänzend bildgebende Verfahren eingesetzt werden:

    • Ultraschall, um Sehnen, Sehnenscheiden und Weichteile zu beurteilen

    • Röntgen, wenn knöcherne Veränderungen oder Arthrose vermutet werden

    • in speziellen Fällen weitere Untersuchungen (z. B. Nervenmessungen bei Verdacht auf Engpasssyndrome)

    Auf Basis dieser Ergebnisse erstellen wir gemeinsam ein individuelles Behandlungs­konzept, das sowohl die aktuelle Schmerz­situation als auch deine beruflichen und privaten Anforderungen berücksichtigt.

  • Das Ziel der Behandlung von Überlastungssyndromen ist, Schmerzen zu reduzieren, Entzündungen zu beruhigen und eine nachhaltige Entlastung und Stabilisierung der betroffenen Strukturen zu erreichen. In den meisten Fällen ist die Therapie zunächst konservativ.

    Konservative Behandlung

    • Entlastung und Anpassung der Belastung: vorübergehende Reduktion schmerzauslösender Tätigkeiten, ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz

    • Schienenversorgung oder Bandagen: zeitweise Ruhigstellung bzw. gezielte Führung belasteter Gelenke

    • Medikamentöse Therapie: entzündungshemmende Schmerzmittel nach ärztlicher Verordnung

    • Physikalische Maßnahmen: Kühlung, Wärmebehandlung, Ultraschall- oder Elektrotherapie je nach Stadium

    • Handtherapie / Ergotherapie: Dehnungs- und Kräftigungsübungen, Sehnengleittraining, Schulung in gelenk- und sehnen­schonenden Bewegungsabläufen

    • Stoßwellentherapie (radiale Stoßwelle): in ausgewählten Fällen zur Reduktion chronischer Schmerzen und Unterstützung der Heilung von Sehnenansätzen und überlastetem Weichteilgewebe, nach individueller ärztlicher Indikationsstellung.

    In ausgewählten Fällen können Infiltrationen mit entzündungshemmenden Medikamenten in den betroffenen Bereich sinnvoll sein, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend helfen.

    Operative Behandlung

    Wenn trotz konsequenter konservativer Therapie anhaltend starke Beschwerden bestehen oder strukturelle Engstellen und Veränderungen vorliegen, kann eine operative Behandlung nötig werden. Beispiele sind:

    • operative Entlastung bei Engpasssyndromen von Sehnen oder Nerven

    • Entfernung verdickter Sehnenscheidenanteile oder Engstellen

    • Korrektur von Begleitveränderungen, die das Überlastungssyndrom begünstigen

    Der Eingriff wird abhängig von Lokalisation und Art des Problems geplant und in der Regel tagesklinisch durchgeführt. Ziel ist, die Ursache der Überlastung dauerhaft zu beseitigen und die Belastbarkeit wiederherzustellen.

    Nachsorge und Rehabilitation

    Nach konservativer wie operativer Therapie spielt die Handtherapie bzw. Ergotherapie eine zentrale Rolle:

    • schrittweiser Belastungsaufbau

    • Mobilisation, Sehnen- und Muskeltraining

    • Narbenbehandlung nach Operationen

    • ergonomische Beratung für Alltag, Beruf und Sport

    Mit einer frühzeitigen Diagnostik, angepassten Belastungsstrategien und gezielter Therapie lassen sich Überlastungssyndrome meist gut behandeln.